Archive für 27.8.2008

Maggi Radler von der Grand Tour Napoleon zurück !!

Tour de France 4 x gekreuzt !! 34 000 hm und knapp 2000 km

Tour Napoleon
Am Montagmorgen den 14.07. starteten Monika Saur, Sylvia Hentschel, Peter Saur, Fritz Sailer, Manfred Kirsch, Charly Weiß, Rochus Winsch, Berni Dilla, Herbert Hirling, Thilo Kuenz, Jeanplong Walter, Reinhard Stein, Thomas Brachat und Walter Wiedenmaier zum „ Einrollen „ Richtung Schweiz über den Regensberg, Heitersberg,  Beromünster - Sursee zum Etappenziel Schüpfheim im Emmental. Die gesamte Tour war von Walter Wiedenmaier gut vorbereitet wobei aber jeder im Team Verantwortung übernehmen musste. Die Logistik sowie die Quartiersuche wurde von Allen gemeinsam gemeistert.

Napoleon Team

Ab Sursee bis ins Emmental bekamen wir aber eine sehr „ hohe Luftfeuchtigkeit „.
Am 2. Tag ging es bei Supersonne dann schon ans „Eingemachte„ über den Schallenbergpass (siehe Bild) zum Thunersee durchs Simmental hinauf nach Sanenmöser-Gstaad zum Col d´ Pillon. Nach einer Superabfahrt erreichten wir das Rhonetal und Martigny.

Der 3. Tag führte uns auf den 2554 hohen Grand Bernhard, bekannt durch die Bernhardiner und das Hospiz. Die Abfahrt nach Aosta war durch eine 5 km lange Baustelle eine echte Herausforderung . durch das Aostatal ereichten wir Courmayeur und den ersten Blick auf das 4807 mtr. hohe Mont Blanc Massiv sowie den Einstieg zum Pic St. Bernhard mit seinen 2188 mtr.. In einer langen, schönen Abfahrt ereichten wir den Ort Seez in Frankreich.

Nun kam am 4.  Tg. der erste Tour de France Pass, der Col de Iseran hatte einen sehr langen,  schweren  Anstieg bis Val d Isere, dem bekannten Skiort mit unendlichen Bettenburgen.
Die Passstrasse war als Serpentine sehr schön zu fahren. Die lange Abfahrt führte uns in das Val de Cenis, Bessane einem Biathlon Skizentrum, durch die Stadt Modane nach St. Michele, der Anfahrt zum Col de Telegraph und dem Skiort Valloiere am Fuß des Col de Galibier einem dieser Tour Mythos.

Ausgeschlafen und gut gefrühstückt starteten wir zum Galibierpass 2645 mtr. Vorbei an blühenden Almwiesen, blühenden  Alpenrosen , rufenden Murmeltieren ereichten wir die Passhöhe. Wie viele Profis setzten auch wir unsere Duftmarke, „ Alez Hopp Maggi Team Juli 2008 „ auf die Passtrasse und die Felsenwand. Für die Abfahrt zum Col de Lautarent nach Briacon waren, trotz schöner Sonne, warme Kleidung angebracht. Beindruckend war immer wieder die schönen Bergkulissen, die vielen Bergseeen , die großen breiten Flüsse, also Natur pur. Im Tal angekommen stand schon wieder vor uns der Col d Isoard mit 2360 mtr.an, von wo man von der Passhöhe aus den nächsten Pass den  Col de Vars sehen konnten. ( Überrascht waren wir an allen Pässen von der Fliegenplage bis auf über 2000 mtr. )

Diesen Anstieg mussten wir unter großer Hitze mit viel trinken bewältigen. Ein schattiger Biergarten im Dorf Vars brachte uns dann die nötige Erholung. Unterwegs trafen wir bekannte aus unsrer Region welche z. T. vom Frühjahr bis Herbst mit Wohnmobil oder Fahrard unterwegs sind.
Nach einem langen Anstieg mit 14 % auf die Vars Passhöhe  2109 ereichten wir eine Hochebene mit kleinen Bergdörfern, bevor wir die Aussicht u. Abfahrt auf das breite Ubaye Tal und die im Tal liegende Stadt Jausier genießen konnten. Das Dach der Tour führte uns nach einem 24 km langen Anstieg auf den 2862 hohen.

Col de Bonette der höchste befahrene Alpenpass Europas. Die Strecke führte vorbei an wunderschönen Bergseen, Berghütten und Almwiesen u. immer waren die Murmeltiere zu hören. Unzählige Bunker aus den Kriegen sind noch Zeitzeugen der Schlachten in den Alpen. Wenn auch die Luft hier oben sehr dünn war, erlebten wir eine Aussicht bis nach Nizza. Alle Pässe der Haut de Alps sind Naturschutzgebiete die noch von Feldhütern geschützt werden. Eine für die Tour de France neu geteerte 24 km lange rasante Abfahrt führte uns wieder über Jausiers dem Fluß Ubaye entlang zum blauen Lac de Seere Poncon über den Col le Sauze vorbei an der Stadt Gap zum Col de Manse in das Dorf la Bonette, wo wir eine schöne rustikale Übernachtung fanden. Den Sonntagmorgen begannen wir locker mit dem Frühstück in einer Dorfkneipe. Unterwegs kreuzte uns eine Gewitterwolke bei der wir bei einem Bauer Unterschlupf suchten. Während es donnerte, lud uns die Bäuerin zu einem Kaffee ein, eine Supergeste der Familie. Wie immer klappte die Verständigung zur Französisch - Deutschen Beziehung.

Vor La Mure schwenkten wir rechts ab zum Col de Ornon. oben angekommen erlebten wir ein starkes Alpengewitter bei dem die Abfahrt nach Buorg d Oisans allen mit den Bremskünsten alles abverlangten. Die Bremsen u. Felgen sind Nass, da erlebt jeder in Natura was den Profis, mit erheblich höher Geschwindigkeit, alles zugemutet wird. Gut aber Nass angekommen bekamen wir im Hotel Oberland schöne Zimmer und gutes Essen. Vom Hotel aus sahen wir bis hoch zur Alpe d´Huez, dem Mythos der Tour de France.
Am Montagmorgen waren wir alle bis unter die Zähne motiviert den 12 km Aufstieg zur Alpe d´Huez zu bezwingen. Das absolut Größte was wir erleben konnten war, 2 Tage vor der Tour de France, an 12 km beidseitig aufgestellten Fan Wohnmobilen/Zelten, vorbei an uns zujubelnden Fan´s, Musikanlagen welche bis ins Tal zu hören waren, Fan´s welche z.T. schon Wochen vorher auf die Profis warten, den Mythos um das Superskigebiet die Alpe d´Huez zu bezwingen. Bei einer ruhigen Abfahrt nach Bourg d´Oisans genossen wir dann noch mal den Jubel der Tour Fan´s u. die vielen Fotographen in Ruhe, ehe wir die Stadt in Richtung dem Col de Gladon und Col de la Croix de Fer verließen. Die beiden vor uns stehenden 2000 er mit bis zu 15 % giengen uns ganz schön in die Beine, da während Anstiegs immer wieder mit Abfahrten von 200 hm die Fahrt erschwerten. Vorbei an einem großen Stausee erreichten wir nun die Passhöhe von der aus das Tal zum Col de Madeleine schon einsehbar war. Eine rasende Abfahrt führte uns ins sonnige St. Etienne am Fuß de Col d Madeleine. Unter dem Motto der nächste Pass ist wieder der schwerste, ereichten wir den Skiort Long Champ am Madeleine und hatten auf unserer Königsetappe stolze 3800 Höhenmeter.
Bei strahlendem Sonnenschein im frischen Morgentau ereichten wir die Passhöhe des Col d´Madeleine. Die herrliche Aussicht zeigte uns in der Ferne das gewaltige Mont Blanc Massiv.
Die Nordabfahrt nach Moutiers verlangte von jedem alles ab. Die schönen aber engen Serpentinen mit welligem Aspalt gaben beim vielen Bremsen herbe Schläge auf die Handgelenke. Bei solchen Passagen denken wir oft an die Profis, welche bei noch höherem Tempo, oft sehr dramatische Situationen aushalten müssen.
Entlang dem Fluß Isere ereichten wir die Stadt Bourg St. Maurice und den Einstieg zum 2000 mtr. hohen Comet d´ Roselend, einem schönen Nebenpass, wenig Verkehr, mit viel Natur und immer einen Blick zum Mont Blanc Massiv.

Die Abfahrt nach Beaufort bescherte uns eine wunderschöne Landschaft um den Lac d´ Roseland einem der schönsten Stauseen der Nordalpen. Im Tal angekommen fuhren wir nach einer kurzen Kaffeepause über Hautdeluce zum Tagesziel dem Col d´ Saisies, der Porte de Sole, einem bekannten Nobelskigebiet.

Ein kühler aber sonniger Morgen bereitete uns eine lange Abfahrt nach St. Gervais. Nach 2 anstrengenden Col´s mit steilen Anstiegen, vorbei an dem uns immer grüssenden Mont Blanc, kamen wir in die Weltskistadt Chamonix . Die schöne Altstadt sowie große Parks mit kleinen Seen bieten ein exklusives Ambiente für die vielen Touristen.
Nach der Mittagspause in Agentiere kamen wir über Col d´Montes wieder in die Schweiz und anschließend auf die Passhöhe des Col de Forculaz . Bei dieser Abfahrt nach Martigny war es Pflicht, wegen der schönen Fernsicht ins Wallis einige Stop´s einzulegen. Die Talfahrt auf dieser Passstrasse glich einer Jumbolandung, als würden wir über Martigny schweben.
Im Tal angekommen hatten wir endlich den erwarteten Rückwind der uns das Wallis – Rhonetal hinaufschob, ehe wir bei Susten – Visp Quartier bezogen haben.
Der 11. Tag führte uns über Brig nach Gletsch an der Grimmsel – Furka Verbindung.

Hinauf zur Furkapasshöhe 2431 mtr. liegt auf der linken Seite der Rhonegletscher aus dem die kleine Rhone entspringt, durch den Genfersee fließt und als einer der größten Flüsse Frankreichs im Mittelmeer mündet. Weiter ging es zur Gotthardstrecke über Andermatt und der langen Abfahrt bis Altdorf am Vierwaldstättersee. Entlang des Seeradweges kamen wir nach Schwyz und Zug nach Arth am Zugersee. Im Seehotel Adler machten wir die letzte Übernachtung unserer Grand Tour und schlossen in der Seepizzeria und einem herrlichen Sonnenuntergang den Tag ab.
Auf der ganzen Strecke wurden wir immer wieder als „ das Gewürzteam „ Angesprochen oder kommen sie von Maggi Singen ? oder wo sind sie gestartet ??

Die Zieletappe zog uns über den Sattel, vorbei an Einsiedeln an den schönen Zürisee.
Über Rapperswil – Wald – Steg kamen wir ins Tösstal und weiter zum Iseleberg.

Von Stein am Rhein aus sahen wir schon in den Hegau und unseren letzten Anstieg zum Gasthaus Burg Rosenegg unserer „ Hegau Alpe Huez.“ Von Wirtin Corina herzlich begrüßt und mit Speisen und Getränken gestärkt ließen wir die 12 schönen Tage nochmal Revue passieren, ehe wir glücklich und Gesund zu Hause ankamen.
Fazit der Grand Tour Napoleon : Superteam, Wertschätzung im Team, Teamgeist, Superwetter, immer ein gutes Quartier gefunden, Natur Pur, Viel Erfahrung und Erinnerungen gesammelt, Freunde getroffen , Gesund zurückgekommen, 2 x Platten, 1 x Speichen-, 1 Rahmenbruch, Empfohlen für begeisterte Radfreunde.

Allen Radsportlern wünsche ich weiterhin immer genügend Luft im Reifen und in der Lunge sowie immer 1 mm schwarzen Asphalt unterm Gummi.

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